Helgas Monatsreport – Oktober 2018

Es war einmal … der Oktober

Autorin Maya Tischler ist neue Uni-Ressortleiterin im heuler. An dieser Stelle lässt sie in Zukunft unser Maskottchen Helga berichten, was für Ereignisse die Uni im vergangenen Monat geprägt haben oder eben vielleicht so unwichtig waren, dass sie unbedingt erwähnt werden müssen.

Liebe Studis, 

Es war Dienstag, der 9. Oktober. Der Rektor applaudierte – und (fast) niemanden interessierte es. Es war Campustag und das StuWe hatte soeben unter großem Trara den Namen des Unitalers, in einigen Kreisen besser bekannt unter dem Begriff „Hacklappen“ verkündet:  der „Scharfer ROSTOCKER“ sollte von dem Tag an identitätsstiftend für das Unijubiläum als neue Rostocker Delikatesse fungieren.

Zum Glück war das nicht das einzige Highlight des diesjährigen Campustages, der wieder einmal alle bisherigen Rekorde schlug.  Wir berichteten.

Einen Neuanfang …

gab es nicht nur für die Erstis. Grundschulpädagog*innen und Germanist*innen kommen seit Oktober endlich in den Genuss von neuen Seminar- und Fachschaftsräumen und lassen somit den Mief der Gebäude in Lichtenhagen und des Bebel-Turms hinter sich. Auch die Gipsabgusssammlung des Heinrich-Schliemann-Instituts für Altertumswissenschaften hat dort ihren neuen Platz gefunden. Auf die nächsten 20 Jahre Provisorium bis zur Fertigstellung des Ulmicums!

Auch neu zusammengekommen sind sämtliche universitäre und studentische Gremien der Universität. Der StuRa (Studierendenrat) trat am 10. Oktober zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen und wählte sich auf dieser sowie den folgenden Sitzungen einen fast kompletten neuen AStA zusammen. Einzig die Referate Studium und Lehre sowie Lehramt konnten bisher nicht besetzt werden. Könnte der Grund dafür etwa die Veröffentlichung der Studie „Studienerfolg und Misserfolg im Lehramtsstudium“ von Prof. Radisch (PHF) gewesen sein? Es kann nur spekuliert werden. Die bisherigen Referent*innen sind zumindest mittlerweile schon in neue Ämter eingespannt und haben damit vermutlich genug zu tun. Aufmerksame StuRa-Ticker-Leser*innen wissen, wovon ich schreibe. 😉 Auffällig bei der Zusammensetzung des neuen AStA ist auf jeden Fall die hohe Dichte an Studierenden der WiSo-Fakultät. Neun von dreizehn neu gewählten Referierenden studieren, wenn vielleicht nicht ausschließlich, zumindest mit einem Fach dort. Irgendwie scheint die Nachricht, dass die AStA-Referate neu ausgeschrieben sind nicht alle Campusse erreicht zu haben. Klingt fast nach einer Verschwörung! Wo ist das Team vom Goldenen Aluhut, wenn man es braucht? Wer aber eine Alleinherrschaft einer Gruppe von WSF-Studierenden befürchtet, wisse, dass im StuRa Menschen aus allen Fakultäten der Uni sitzen, und somit genug Kontrollfunktion gegeben ist – zumindest, wenn sie denn auch alle kämen.

Wo wir gerade bei Anwesenheit sind:

Ein Dauerbrenner im StuRa während der letzten Wochen war auch die zweite Lesung der Neufassung der Wahlordnung der Studierendenschaft. Diese war nämlich bereits in der vorletzten (!) Legislatur angefasst worden, um es unter anderem endlich der Uni gleichzutun und eine Online-Wahl zu ermöglichen. Dadurch könnte man sich diese alljährliche Wahlpost sparen und direkt in der Vorlesung die Kreuze machen – wäre das nicht wundervoll? Für eine Satzungsänderung braucht es aber die Zustimmung von 2/3 aller gewählten StuRa-Mitglieder, und auf diese wartet man bisher vergebens, da seit dem 10. Oktober noch nie mindestens 2/3 der Mitglieder gleichzeitig anwesend waren. Ob das bis Weihnachten überhaupt noch was wird, ist ungewiss. Wir drücken aber die Daumen! Und an alle StuRa-Mitglieder, die das hier lesen sollten: Bewegt euren Hintern zur nächsten Sitzung! Mit der Annahme eures Mandates habt ihr nämlich nicht nur jede Menge Rechte, sondern auch die Pflicht, regelmäßig im StuRa aufzutauchen.

Im Konzil …

(Anm. d. Redaktion: dem höchsten beschlussfassenden Gremium der Universität) hat zumindest die Anwesenheit gestimmt. Bei 58 von 66 Mitgliedern wurde am 24. Oktober das neue Präsidium bestehend aus Fr. Prof.in Brigitte Vollmar (Unimedizin, professorale Mitglieder), Fr. Dr.in Lea Puchert (PHF, akademischen Mitarbeiter*innen), Hr. Dr. Markus Glöckner (Dezernat 1, weitere Mitarbeiter) und Jan-Hendrick Daniel (AUF, studentische Mitglieder) gewählt. Die nächste Sitzung des Konzils ist im Januar, da wird dann voraussichtlich der*die neue studentische*r Prorektor*in gewählt.

Bis dahin werden wir weiter fleißig die Vorzüge des neuen Kulturtickets genießen und abwarten, was die Gremien unserer Uni zum Entwurf des Landeshochschulgesetzes sagen. Deadline für die Stellungnahmen ist Ende November. Wer es sich vorher schon zu Gemüte führen möchte, dem wünschen wir viel Durchhaltevermögen.

Bis dahin einen schönen November!

Eure Helga

PS: Zu guter Letzt noch ein Hinweis in eigener Sache: Auch bei uns in der Redaktion gab es einige Veränderungen: Unser bisheriger Chefredakteur Dennis hat das Online-Ressort übernommen und dafür ist Oli, bisher für Politik zuständig, in die Redaktionsleitung gewechselt und Maya ist als neue Geschäftsführerin und Uni-Ressortleiterin frisch ins Team dazu gestoßen. Wer mitmachen möchte, ist natürlich herzlich eingeladen, auf einer unserer nächsten Sitzungen vorbeizuschauen!

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