Neuer studentischer Prorektor gewählt

Autor: Oliver Kleinert

Es ist kurz vor 15 Uhr an einem Mittwoch. Wir befinden uns in der Aula des Hauptgebäudes. Wir, das sind zum einen die Spitzen der Hochschulpolitik – Vertreter aus StuRa, AStA, Senat und nicht zuletzt alle weiteren Mitglieder des Konzils, das sich aus Studierenden, Dozenten und Mitarbeiter der Universität Rostock zusammensetzt – und zum anderen eine Handvoll Gäste wie auch der heuler.

Die Stimmung ist locker. Es wird gelacht, ein bisschen gescherzt und geplaudert. Dann geht es los. Zunächst etwas Ernsteres: Eine Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Prof. Eike Lehmann, sowie alle 2018 von uns Gegangenen.

Nun beginnt das eigentliche Spektakel, das vor allem für die Studierendenschaft von Bedeutung ist: die Wahl des studentischen Prorektors. Aber was macht denn der derzeitige Amtsträger, Hannes Christen, überhaupt? Um hier einmal von der offiziellen Seite des AStA zu zitieren: „Der studentische Prorektor vertritt die Interessen der Studierenden in der Hochschulleitung, dem Rektorat.“ Also ist diese Person letztlich in ihrer einjährigen Amtszeit dafür zuständig, bei „der Mittelverteilung, der Grundsatzfestlegung für Zielvereinbarungen, allgemeinen Personalangelegenheiten insbesondere über Professuren und allem, was nicht durch Gesetze und Ordnungen anderen Universitätsmitgliedern zugewiesen ist“ ihr Wort im Sinne der Studierendenschaft einzubringen.

Zunächst zum Mann des Tages: Titus Wiesner, Kandidat für das Amt. Er studiert Zahnmedizin im 3. Semester und ist zudem Mitglied im StuRa. Auf seiner Agenda steht zunächst die Digitalisierung in Lehre und Lernen an der Universität, welche er mittels Video-Vorlesung fortführen möchte. Dieses Mittel könne gerade in puncto Studieren mit Kind sehr gut wirken. Für ihn als Zahni ist Erste Hilfe ein wichtiges Thema. Für Erste-Hilfe-Kästen und ein Angebot entsprechender Kurse, die für Studierende und Mitarbeiter*innen der Universität kostenlos durchgeführt werden, ist er bereit einzutreten und dafür stünden im Haushalt genügend Gelder zur Verfügung. Sein dritter Punkt ist ein ewig währendes Thema: das Interesse und die Partizipation der Studierendenschaft an der Hochschulpolitik zu fördern. Ob dies in Anbetracht der Wahlbeteiligung von Studierenden so einfach zu erreichen ist, sei mal dahingestellt.

Nachdem Titus sich der Frage-Antwort-Prozedur unterworfen hatte, ging es in heiterer Stimmung für alle stimmberechtigten Mitglieder des Konzils ins Nebenzimmer zur Abstimmung. Das Ergebnis, kurz und knapp zusammengefasst: Titus Wiesner ist ab April offiziell unser neuer, studentischer Prorektor.

Wir gratulieren herzlich und wünschen uns, nur Gutes in Zukunft über ihn zu berichten!

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