Auch 2021 gehen wir wieder FiSHen – diesmal auch im Netz

Von Emily Winterot und Hanna Bührig

Das FiSH-Festival (Filmfestival im Rostocker Stadthafen) bringt pünktlich Anfang Mai ganz Rostock jährlich einmal in Schwung. Dieses Jahr läuft es nur etwas anders ab.

Der Leiter des Festivals, Arne Papenhagen, und sein Team aus der Frieda 23 sind schon seit letztem November ständig in Bewegung und gerade im April merkt man, dass der Endspurt begonnen hat, denn regelmäßige Mahlzeiten werden mit einer fixen Zigarette ersetzt und man kann Arne nur noch durch die Gänge sprintend abfangen. Doch der ganze Stress wird sich auszahlen, das weiß Arne ganz genau.

Denn auch dieses Jahr kannst du ab dem 29. April wieder den innerdeutschen Filmwettbewerb „Junger Film“ verfolgen, mit dem Filmperlen von deutschen Künstler:innen unter 26 Jahren nach Rostock geschwemmt werden. Doch dabei bleibt es nicht – der „Offshorts Baltic Cinema“-Wettbewerb ist sogar auf den gesamten baltischen Raum ausgeweitet und begeistert uns mit Filmen, die zum Lachen, zum Weinen, zum Nachdenken und zum verwirrt in die Ecke starren bewegen. Projekte, die in MV besonders gut darin sind, Medienkompetenz an den Menschen zu bringen, haben im „MeKo-Preis“ ihre Chance auf Förderung gefunden und für alle Musikliebhaber:innen findet der Musikvideowettbewerb „PopFiSH“ statt, in dem Talente aus MV ihr Rhythmusgefühl beweisen. 

Doch dieses Jahr gibt es auch noch eine entscheidende Neuheit für alle Couch-Potatoes, die kulturell nicht verrotten wollen – das Projekt „FiSH im Netz“ bespielt 24/7 einen Musik- und einen Live-Sender, den du kostenlos von zu Hause streamen kannst. Für alle Film-Nerds: Die vom Festival ausgewählten Kurzfilme können außerdem auf zwei Pay-TV-Sendern verfolgt werden.

Wir als Insiderinnen beim FiSH (Emmi = FSJlerin bei PopKW und Hanna = verlorene Studentin, die ein Praktikum im FiSH-Büro macht) können nur sagen, dass hinter den Kulissen wirklich ein unfassbar kreatives und arbeitswütiges Team steht, jedes Jahr sogar mehrere europäische Freiwillige mit in den Organisationsprozessen eingebunden werden und ab und zu sogar ein Bürohund einmal müde kläfft, wenn man den Raum betritt. In der Frieda 23 riecht es generell immer nach Kaffee und Kreativität, und wenn ihr irgendwas wollt, findet ihr auch jemanden, der Bock darauf hat, euch zu helfen. Natürlich lebt dieses frische und junge Projekt von den jung gebliebenen Chef:innen und vor allem von der Beteiligung aller FSJler:innen, ESKler:innen, Studierenden und BFDler:innen, die Rostock zu bieten hat und da hat dieser Jahrgang offensichtlich das große Los gezogen.

Alle Menschen sprudeln vor Ideen und Begeisterung und es sind schon kleine lodernde Leidenschaftsfeuer in den Augen aller Beteiligten zu sehen, mit Gefahr auf Ansteckung. Auch wenn kurzzeitig das Feuer knapp vorm Ausgehen ist, wissen alle, wofür sie Überstunden machen. Nur durch leicht entflammbare Charaktere entstanden nämlich die beiden Online-Kanäle, die du da draußen hoffentlich aufmerksam ab dem 29. April bis zum 5. Mai kostenlos streamen kannst. Sei dabei, wenn Jungspunde aus MV bei „Rostock reacts“ auf lokale Musik reagieren und rege dich parallel gerne über Meinungen auf! Gib dir „Song-Tindärn“ mit Animal´s Secret aus Rostock, den Verpailers aus Güstrow und Tini Thern aus der Nähe von Wismar. Rätsel beim spannenden Musikquiz „QuiSH“ mit. Lass dich vom Frühstücksfernsehen „FriSH“ mit Konrad und Ludwig von Lohro wecken. Lern im Format „MiSH“, wie einfach sich Beats produzieren lassen und guck im Format „ZiSH“ zu, wie Gäste an der Regenbogenstrecke in Mario Kart verzweifeln.

Falls du neu nach Rostock gezogen bist, haben wir hier noch einen Geheimtipp für dich: Das Hafenporträt „Weder FiSH noch Fleisch – Der Rostocker Stadthafen“ fühlt sich an, als würdest du selbst regelmäßig am Hafen joggen gehen, ohne dass du dich bewegen musst.

Für ultimatives Kinofeeling im Lockdown kaufst du einfach den Zugang zu den Pay-TV-Sendern und streamst alle Filme, die original auf dem Festival im M.A.U.-Club gelaufen wären.

Schön dumm, wenn du dir jetzt nicht sofort einen Wecker für den 29. April um 18 Uhr stellst und dich dann tagelang mit Koffein zu pumpst, um alles, wirklich ALLES, mitzunehmen. Und jetzt geh und angle dir deine Lieblingsperlen aus dem Streamingpool!

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