Vier Vorurteile übers BAföG, die du schnell vergessen solltest!

BAFöG

Archiv Artikel aus Heft 127

Von Malena Wiechers // Grafik von Steffen Dürre

1. „Meine Eltern verdienen zu viel.“

Dass die Eltern einfach zu viel Geld verdienen, ist wohl das häufigste Vorurteil. Aber habt ihr gewusst, dass es keine Maximaleinkommensgrenze bei den Eltern gibt? Von dem Einkommen der Eltern werden sogenannte Freibeträge abgezogen, die immer von den individuellen Lebensumständen abhängen. Gibt es zum Beispiel weitere Kinder oder Verwandte, denen deine Eltern unterhaltspflichtig sind? Oder im Haushalt lebende Stiefkinder? Dafür gibt es Freibeträge, die euch zugutekommen.

2. „Der Aufwand lohnt sich nicht.“

Selbst eine geringe Förderung lohnt sich, denn ihr erhaltet mit dem BAföG-Bescheid eine Befreiung von der Rundfunkgebühr. Das sind bereits über 200,00 Euro im Jahr, die ihr sparen könnt. Außerdem: Für eine monatliche Förderung von 50,00 Euro müsst ihr mit Mindestlohnverdienst immerhin über fünf Stunden arbeiten gehen. Diese Zeit könnt ihr besser nutzen!

3. „Damit verschulde ich mich doch nur.“

Streicht diese Angst! BAföG wird zu 50 % als Zuschuss gezahlt und ist damit geschenkt. Die anderen 50 % müsst ihr frühestens fünf Jahre nach Beendigung eures Studiums zurückzahlen. Grundsätzlich ist es so, dass die Hälfte des BAföG zinslos zurückgezahlt werden muss. Allerdings maximal bis zu einem Betrag von 10.010,00 Euro. Als Beispiel: Wer den Höchstsatz von 861 € für ein Bachelor- und Master-Studium (fünf Jahre) erhält, bekommt 51.660 € Förderung, zahlt aber nur 10.010 € zurück – der Rest ist geschenkt.

Wer 20 Jahre nach Beendigung des Studiums finanziell nicht in der Lage ist, das Geld zurückzuzahlen, bekommt die Restschuld erlassen. Also: Keine Angst vor Verschuldung!

4. „Der BAföG-Rechner hat angezeigt, dass ich keinen Anspruch auf BAföG habe. Also bekomme ich auch nichts.
Vorsicht vor BAföG-Rechnern im Internet. Diese berechnen vieles nur pauschal und beziehen nicht alle möglichen Freibeträge mit ein. Das heißt: Nur weil der BAföG-Rechner euch sagt, dass ihr keine Förderung bekommt, kann das in der Realität trotzdem ganz anders aussehen.

Und für alle, die noch mehr Vorurteile aus dem Weg räumen möchten, hat das Studierendenwerk auf ihrer Website noch drei weitere Gründe, warum sich ein Antrag lohnt. Schaut mal rein.

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